Wandern in der sächsischen Schweiz – meine Highlights

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Schon bei meinem ersten Besuch hat die Sächsische Schweiz mich absolut in ihren Bann gezogen. Mit jedem Schritt in den Nationalpark hinein, fühlt man sich mehr und mehr in einer anderen Welt. Irgendwie magisch.

Bisher habe ich mir immer den Herbst für einen Besuch in der Sächsischen Schweiz ausgesucht und war jedes Mal begeistert von den wunderschönen warmen Farben der Natur – gepaart mit den eindrucksvollen Felsformationen kommt man aus dem Staunen kaum noch heraus.

Die Sächsische Schweiz eignet sich sowohl für einen Pärchenurlaub als auch für ein Wanderwochenende mit Familie oder Freunden. Sabrina und ich haben zusammen schon einige schöne und abenteuerliche Erlebnisse in der Region des Elbsandsteingebirges erlebt. Für euch habe ich hier meine Highlights zusammengefasst.

Sonnenuntergang auf dem Carolafelsen

Für den ersten Abend haben wir uns den Carolafelsen ausgesucht, um von dort aus den Sonnenuntergang anzuschauen. Dazu haben wir auf einem Wanderparkplatz im Kirnitzschtal geparkt. Von hier aus geht es dann recht entspannt über einen Wanderweg in den Wald hinein. Wir sind immer den Schildern Richtung Carolafelsen gefolgt und haben zur Orientierung unsere Karten-App auf dem Handy verwendet. Nach einigen Kurven erscheint das Schild zur „Wilden Hölle“. Dieser Weg bedeutet Abenteuer pur – denn er gleicht eher einem Klettersteig als einem Wanderweg. Es geht steil bergauf, über hohe Steintreppen, schmale Felsvorsprünge und vorbei an schroffen Felswänden. Hier braucht man auf jeden Fall beide Hände frei und festes Schuhwerk. Ich persönlich mag solche Routen und Wege, die abseits der normalen Wanderwege liegen, sowieso am liebsten.

Oben angekommen ist es dann nicht mehr weit zum Carolafelsen. Hier wurden wir von einer unfassbaren Aussicht über den Wald und die vielen Felsen des Nationalparks begrüßt. Und während wir so da saßen und sprachlos in die Ferne blickten, färbte sich das Licht und somit der Wald ganz langsam von einem warmen Gelb in ein Feurrot. Ein einmaliger Augenblick und einer der schönsten Sonnenuntergänge, die ich je beobachten durfte. Ich glaube, die Bilder sagen da mehr als Worte.

Achtet beim Abstieg darauf, dass ihr entweder früh genug wieder aufbrecht, um im Hellen wieder hinunter zu steigen oder eine Stirnlampe dabei zu haben. Wir konnten uns von dem Naturschauspiel viel zu spät losreißen, sodass uns ein sehr abenteuerlicher Abstieg im Halbdunkeln bevorstand. Pünktlich zur totalen Finsternis haben wir es dann zum Auto geschafft – da würden wir beim nächsten Mal besser drauf vorbereitet sein, auch wenn wir im Nachhinein betrachtet immer noch gerne über die Situation lachen, wie wir im dunklen Wald umhergeirrt sind.

Die ungefähre Route findest du HIER.

Da wir zum Sonnenuntergang unterwegs waren, sind wir diese Route nur bis zum Carolafelsen gelaufen und von dort wieder zurück zum Parkplatz.

Sonnenaufgang am Kuhstall

Eine Sonnenaufgangswanderung gehört meiner Meinung nach auf jede Bucketlist. Mitten in der Nacht im Dunkel aufbrechen, während alles noch schläft um dann die ersten Sonnenstrahlen über den Baumwipfeln zu sehen und zuzuschauen, wie die Sonne langsam das Tal erhellt. Am liebsten an einem schönen, ruhigen Ort mit Ausblick und Kaffee in der Hand. Traumhaft!

Genau das wollten wir erleben. Und da wir uns schon mehrmals für den Sonnenaufgang aus dem Bett gequält hatten wussten wir, dass es sich wie immer absolut lohnen wird und wir es nicht bereuen werden. Der Herbst eignet sich hervorragend dafür, da die Sonne nicht mehr allzu früh aufgeht. Am besten brecht ihr dafür eine Stunde vor Sonnenaufgang auf, um rechtzeitig am Ziel zu sein, wenn die ersten Sonnenstrahlen sich ihren Weg bahnen.

Unser Ziel für den Sonnenaufgang war diesmal der sogenannte „Kuhstall“. Starten könnt ihr dafür wieder an der Kirnitzschtalstraße, z.B. am Lichtenhainer Wasserfall. Der Weg führt auch zunächst über einen Waldweg, der immer steiler wird und schließlich auch in Felsen und Steintreppen übergeht. Der Aufstieg ist trotzdem relativ leicht machbar.

Mit jeder Minute wurde es etwas heller, weshalb wir ziemlich zügig Richtung Ziel wanderten und den Kuhstall gerade rechtzeitig zum Sonnenaufgang erreichten. Der Kuhstall ist ein sehr großes Felsentor, das wie ein Rahmen auf die dahinterliegende Aussicht auf die Felsenlandschaft des Elbsandsteingebirges wirkt. Von dort geht es durch eine sehr enge Felsspalte über die Himmelsleiter hinauf, wo eine noch traumhaftere Aussicht wartet.

Hier lässt es sich wunderbar Pause machen, Kaffee trinken und frühstücken und einfach die Stille genießen. Wenn man dann dabei zuschaut, wie die Welt ganz langsam aufwacht und den Geräuschen der Natur und der Tierwelt lauscht, verspürt man einfach nur noch Glücksgefühle und die Müdigkeit ist wie weggeblasen.

Eine ungefähre Route findest du HIER.

Kleiner Winterberg

Nach unserer Wanderung zum Kuhstall wollten wir die Gegend noch weiter erkunden. Deshalb sind wir von hier auf direktem Wege zum Kleinen Winterberg gelaufen. Hier führte der Weg auch zunächst über einen Waldwanderweg, bis es schließlich über super viele Treppenstufen immer weiter den Berg hinauf geht. Oben angekommen biegt man links ab und folgt dem Weg bis zur Aussichtsstelle am Kleinen Winterberg.

Die Aussicht ist auch hier wieder einfach nur überragend. Wir kletterten über die Felsen und verbrachten unsere Mittagspause hier, machten ein paar Fotos und waren einfach nur überwältigt, glücklich und dankbar über diesen wunderschönen Fleck Erde. Wenn man so da sitzt und den Blick über das Tal in die Ferne schweifen lässt, steht gefühlt die Zeit still und alle Sorgen kommen einem so klein vor.

Auf dem Rückweg ins Tal lohnt sich eine Pause bei der Idagrotte, eine Höhle an der Ostseite des Friensteins, die wieder atemberaubende Ausblicke bietet. Die Tour vom Kuhstall, über den Kleinen Winterberg, vorbei an der Idagrotte und zurück zum Campingplatz hat uns einen ganzen Tag Zeit gekostet, da wir uns überall ausgiebig Zeit zum genießen genommen haben. Schließlich kamen wir passend zum Sonnenuntergang an unserem Camper an.

Die ungefähre Route findet ihr HIER.

Bastei Brücke & Rundweg durch die Schwedenlöcher

Ein Must-See in der Sächsischen Schweiz ist natürlich die Bastei Brücke. Auch wenn sie um einiges bekannter und touristischer ist als der Rest der Anlaufpunkte im Elbsandsteingebirge, sollte man es sich nicht entgehen lassen, der Brücke einen Besuch abzustatten. Allein die Umgebung dort ist aufgrund von Gaststätten und einem riesigen (Bus-)Parkplatz weniger idyllisch als bei den anderen Orten und man ist nur selten alleine dort, dennoch hat sich unser Besuch hier sehr gelohnt. Die Aussichtsplattformen rundherum bieten einen spektakulären Blick auf die Bastei Brücke, hohe Felsformationen, über das Tal und die Elbe.

Besonders empfehlen kann ich den Besuch zum Sonnenaufgang. Besonders wenn es in der Nacht geregnet hat, bietet sich hier ein magischer Anblick, wenn der Nebel aus dem Tal hochsteigt und die Sonne den Nebel in ein goldenes Licht hüllt. Nehmt euch dafür ein warmes Getränk nimmt, sucht euch einen schönen Platz an einem der Aussichtspunkte auf die Bastei und wartet ab, was die Natur euch für ein Schauspiel bietet. Einfach unvergesslich!

Von hier aus lohnt sich der Rundweg durch die Schwedenlöcher Richtung Amselsee. Der Weg durch die Schwedenlöcher ist super abenteuerlich – es geht durch schmale Gassen, hohe mit Moos bewachsenen Felsschluchten und über steile Treppen durch den wunderschönen Wald. Ein Weg, auf dem es auf keinen Fall langweilig wird und man aus dem Staunen über die beeindruckende Natur kaum herauskommt.

Unten angekommen lädt der Amselsee zu einer kleinen Pause oder einer Bootsfahrt ein, bevor es dann weiter den Berg hinauf zur Bastei geht.

Die ungefähre Route findet ihr HIER.

Unterkünfte:

Im Gebiet der Sächsischen Schweiz gibt es viele kleine Pensionen, AirBnBs oder auch Campingplätze, wo ihr die Nacht verbringen könnt. Bei unserem ersten Aufenthalt haben wir in einer sehr süßen kleinen Wohnung in einem kleinen Häuschen im Garten einer netten Familie verbracht. Die Wohnung haben wir über AirBnB gebucht. Hier konnten wir super den Abend nach der langen Wanderung mit einem leckeren, selbstgekochtem Essen ausklingen lassen.

Bei unserem zweiten Besuch waren wir mit dem Camper unterwegs und haben auf dem schönen Campingplatz Kleine Bergoase übernachtet. Von hier aus konnten wir zu Fuß Richtung Kuhstall, Kleiner Winterberg und so weiter aufbrechen, was sehr praktisch war.

Tipps & Hinweise

  • Da der Handyempfang in der Sächsischen Schweiz oft zu wünschen übrig lässt, würde ich euch empfehlen euch vorher Karten für die Offline Nutzung herunterzuladen. Ich nutze dafür gerne die App Komoot und Google Maps. So stellt ihr sicher, dass ihr immer Zugang zu der Wegbeschreibung habt und könnt gleichzeitig sehen, wo ihr euch gerade befindet.
    (Unbeauftragte Werbung)
  • Zieht euch für die Wanderungen auf jeden Fall festes Schuhwerk an. Die Wege sind oft sehr steinig und wenn es mal regnet, können die Steine sehr rutschig werden.
  • Packt euch genügend Proviant ein, wenn ihr eine Tageswanderung plant. Müsliriegel, Smoothies, Brötchen, Wraps und vor allem Nudelsalat eignen sich beispielsweise bestens für Stärkungen zwischendurch. Für uns war auch immer eine Thermoskanne mit einem warmen Getränk goldwert, vor allem wenn es zum Sonnenaufgang noch recht kalt ist.
  • Nehmt für Sonnenuntergangs und -aufgangswanderungen am besten eine Stirnlampe mit. Vor allem abends wird es sehr schnell dunkel und ihr braucht oft beide Hände.
  • Bitte beachtet, dass das gesamte Gebiet ein Nationalpark ist und geht dementsprechend sorgfältig mit der Natur um. Lasst euren Müll nicht liegen und sammelt im besten Fall noch Müll ein, wenn ihr welchen seht. Nur so kann die schöne Natur so lang wie möglich erhalten und für Wanderer zugänglich bleiben.
  • Bitte überschätzt nicht eure Fähigkeiten und überlegt immer sorgfältig, bevor ihr ein Risiko eingeht. Die tollen Felszungen laden immer dazu ein, sich an den Rand zu setzen, die Füße baumeln zu lassen oder sogar über Felsspalten zu springen oder zu klettern. Denkt immer daran, dass es viele Meter in die Tiefe geht und ihr damit euer Leben aufs Spiel setzt – und das ist kein Instagram Foto der Welt wert.

Fakt ist, dass ich noch lange nicht alles in der Sächsischen Schweiz gesehen habe und es noch so viel zu entdecken gibt, sodass ich regelmäßige Ausflüge dorthin plane. Für alle Natur- und Wanderbegeisterten ist das Elbsandsteingebirge wirklich ein tolles Urlaubs- und Ausflugsziel, das man schnell in sein Herz schließt. Ich wünsche euch viel Freude beim entdecken und wenn ihr Fragen habt, schreibt mir wie immer gerne bei Instagram.

Zuhause

Living my wildest dreams – Mein Schritt in die Selbstständigkeit

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Spürst du auch manchmal dieses Feuer in dir? Etwas, wofür du richtig brennst? Ein Thema, bei dem deine Augen anfangen zu leuchten oder ein Hobby, womit du gar nicht mehr aufhören willst?

Mein Drang nach Freiheit und die Leidenschaft für die Fotografie und Gestaltung waren schon immer sehr groß und ein wichtiger Teil meines Lebens.

Ich habe den klassischen Weg hinter mir, habe nach meinem Abi studiert und anschließend in zwei verschiedenen Unternehmen gearbeitet. Bis zuletzt Vollzeit. Ich war auch eigentlich immer zufrieden mit meinen Aufgaben, hatte liebe Kollegen und konnte mich im Grunde nicht beschweren. Ich habe in den Jobs viel dazu gelernt und wäre ohne sie auch nicht da, wo ich jetzt bin.

Seit meiner Schulzeit fotografiere ich und habe schließlich neben meinen Vollzeitjobs mein Kleingewerbe geführt. Ich hab in jeder freien Minute Fotos geknipst und bearbeitet. Es sollte auch ursprünglich nur ein Hobby bleiben – ein Ausgleich zur normalen Arbeit und ein kleiner Nebenverdienst. Das ganze entwickelte sich aber über Empfehlungen zu immer mehr Aufträgen – mittlerweile auch im Bereich Design – sodass ich nach der Arbeit und am Wochenende immer weiter gearbeitet habe. Und ich liebte es!

Irgendwann merkte ich aber, dass es so nicht mehr weitergehen kann. Ich kam an einen Punkt, an dem ich nicht weiter kam. Ich konnte für meinen festen Job nicht mehr die verdiente Motivation aufbringen und hatte in der Freizeit nicht mehr genug Energie für meine eigenen Träume und Ideen. Ein Teufelskreis.

Ab diesem Zeitpunkt wurde mir klar, dass ich mein Potential nicht voll ausschöpfte und das Leben sicher noch Größeres für mich bereithält. Dass ich ein Leben führte, das für Viele vielleicht genau das richtige sein mag, aber nicht MEINE Vorstellung eines erfüllten Lebens darstellte. Viel zu oft führen wir ein Leben, das die Gesellschaft von uns erwartet und nicht das, was uns wirklich vollständig glücklich macht.

Tun, was man liebt

Aus einem leisen Wunsch nach Freiheit und Selbstständigkeit wurde nach langem Überlegen ein Entschluss. Ich musste loslassen, was mich nicht mehr glücklich machte und anfangen, nach meinen eigenen Regeln zu spielen. Mein Hobby zum Beruf machen. Das, was ich am liebsten mache ab sofort den ganzen Tag zu tun. Und zwar JETZT und nicht erst in ein paar Jahren.

“Aber was ist, wenn es nicht klappt? Stell dir vor, du verdienst nicht genug Geld? Es ist ja schon ziemlich riskant. Bleib lieber in deinem sicheren Job.”

Nein, all diese Dinge machen mir keine Angst. Weil das Schlimmste, was mir passieren kann, ist, dass ich mir wieder einen festen Job suchen muss. Und dieses Risiko erscheint mir erträglich, denn dann habe ich es wenigstens versucht und kann mir nie etwas anderes vorwerfen. Das Einzige, wovor ich Angst haben muss, ist irgendwann auf mein Leben zurück zu blicken und Dinge zu bereuen, die ich nicht gewagt habe, weil ich nicht mutig genug war.

Kann es so falsch sein, auf sein Herz zu hören?

Was ich damit sagen möchte: Verschwendet nicht eure Zeit! Wir wollen immer den richtigen Zeitpunkt und den perfekten Moment erwischen. Unsere Träume stehen nicht selten an letzter Stelle und beginnen oft mit “Irgendwann” oder “Eines Tages”. Aber mal ehrlich: Worauf warten wir? “Irgendwann” ist irgendwann vielleicht zu spät.

Wir haben nur dieses eine Leben – Ich will aus der vergänglichen Zeit, die uns allen auf dieser Erde bleibt, die schönste und kostbarste Zeit überhaupt machen. Ich will leben, lieben, lachen, mutig sein. Die Welt entdecken, das Leben genießen, Fehler machen und daraus lernen, über mich hinauswachsen. Weniger nachdenken, mehr MACHEN!

JETZT ist der Zeitpunkt gekommen, an dem ich alles auf eine Karte setze, all meinen Mut zusammennehme und die vielen Zweifel über Board werfe:

Hallo April
Hallo Selbstständigkeit
Hallo neuer Lebensabschnitt

Cheers!

Hier gehts zu meiner Website www.wildewerke.de

Verfolgt meinen Weg und meine Arbeit gerne auf Instagram: @miricujaa & @wildewerke

Ich freue mich auch immer sehr, EURE Geschichten zu hören.

Italien

Italien Roadtrip – Urlaub am Comer See, Cinque Terre, Toskana & Insel Elba

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Im August 2018 ging es für uns relativ spontan für eine Woche mit dem Camper nach Italien. Für uns war es der erste Urlaub in Italien und wir wollten so viel es geht in der kurzen Zeit sehen. Somit entschieden wir uns für einen Roadtrip, bei dem wir uns einfach treiben lassen und flexibel schauen wollten, wo es uns hin verschlägt.


Unsere Route

  • Tag 1: Como
  • Tag 2: Portofino & Sestri Levante
  • Tag 3: Cinque Terre
  • Tag 4: Siena
  • Tag 5: Saturnia & Insel Elba
  • Tag 6-8: Insel Elba

Tag 1: Über den San-Bernardino-Pass zum Comer See

Früh morgens brachen wir auf Richtung Süden. Auf Empfehlung sind wir über den San-Bernardino-Pass statt durch den Tunnel Richtung Italien gefahren. An diesem Tag war es sehr regnerisch und trüb und somit hatten wir nicht unbedingt große Hoffnungen auf eine schöne Aussicht, die Pass-Straßen und Berge waren aber im Endeffekt trotz Nebel und Gewitter sehr beeindruckend.

Nach knapp zehn Stunden Fahrt sind wir am Comer See – direkt in Como – angekommen. Während der Fahrt hatten wir recherchiert, wo wir uns für die Nacht hinstellen können und haben uns schließlich für einen Parkplatz direkt am Wasser entschieden. Der Stellplatz liegt am Wasser-Flugplatz (“Aero Club Como”), hinter dem Stadion. Somit hatten wir einen Schlafplatz mit Blick auf den See – Wellenrauschen inklusive.

Von dort sind wir dann am Wasser entlang gelaufen, vorbei an den Yachten bis zum Piazza Cavour. Von hier an haben wir uns einfach treiben lassen. Das Wetter war wieder aufgeklart und es war angenehm warm. Die Sonne ging unter und die Straßen wurden von vielen schönen Lichtern beleuchtet. An der Hauptstraße Lungo Lario Trieste reiht sich ein süßes italienisches Restaurant an das andere. Den ersten Abend haben wir schließlich – typisch italienisch – mit Pizza und Wein ausklingen lassen.

Stellplatz: Parkplatz am Wasser-Flugplatz “Aero Club Como”
Tipp: Falls hier alle Plätze belegt sind, stehen am angrenzenden Stadion weitere Plätze zur Verfügung.

Tag 2: Fischerdörfchen Portofino und Sestri Levante

Am nächsten Morgen haben wir noch etwas Como und Umgebung erkundet und sind eine Weile am Comer See entlang gefahren. Hier und da haben wir am Straßenrand angehalten und die wahnsinnige Aussicht von oben auf den See genossen und dabei gefrühstückt. Wir hätten auf jeden Fall noch länger dort verweilen können oder uns weitere der niedlichen Orte rund um den See anschauen können. Da wir aber noch am gleichen Tag die ligurische Küste erreichen wollten, machten wir uns nach dem Frühstück auf den Weg.

Unser erstes Ziel sollte das Fischerdorf Portofino sein. Je näher wir der Küste kamen, desto schöner und grüner wurde die Landschaft und ich muss sagen, in der Hinsicht hatte ich Italien völlig unterschätzt! Die Natur war atemberaubend, wodurch keine Sekunde langeweile aufkam.

Die letzten Meter vorm Ziel führten uns über eine enge Küstenstraße, an dessen Ende Portofino lag. Dort angekommen parkten wir unseren Camper in einer sehr engen Tiefgarage, glücklicherweise hat es von der Fahrzeughöhe noch gerade so gepasst.

Die nächsten zwei Stunden verbrachten wir in dem hübschen Fischerdörfchen am Hafen. Die vielen Boote und Yachten war beeindruckend und man konnte in einem der kleinen Cafés und Restaurants der Mittagssonne entfliehen, leckeres italienisches Essen im Schatten genießen und dem bunten Treiben zuschauen. Wäre es an diesem Tag nicht so unfassbar heiß gewesen, hätten wir gerne noch den Aufstieg zum Castello Brown auf uns genommen. Das kleine Schloss liegt oberhalb von Portofino und wir haben uns sagen lassen, dass man von dort aus den schönsten Ausblick über das Fischerdörfchen haben soll.

Anschließend ging es für uns nach Sestri Levante, wo wir für die nächsten 2 Nächte einen Stellplatz auf dem Campingplatz “Santa Vittoria” fanden. Bevor wir uns jedoch auf den Weg zum Campingplatz machten, haben wir für ein Eis Halt in der Innenstadt gemacht – inklusive wunderschönem Ausblick auf die Bucht.

Der Campingplatz ist sehr ruhig gelegen und liegt außerhalb von Sestri Levante, mit dem Auto oder mit dem Bus ist man jedoch schnell in der Stadt. Die Bushaltestelle ist nur 2 Gehminuten entfernt.

Campingplatz: Santa Vittoria

Tag 3: Cinque Terre

Am nächsten Morgen machten wir uns sehr früh mit dem Bus auf dem Weg zum Bahnhof von Sestri Levante. Von dort aus wollten wir die Cinque Terre erkunden – 5 benachbarte Küstendörfer, die bekannt sind für die vielen bunten Häuschen, an Steilhängen angelegten Weinreben und Panorama-Ausblicke über das Meer. Die Dörfer sind am besten und einfachsten mit dem Zug erreichbar. Es ist quasi unmöglich, mit dem eigenen Auto anzureisen.

Am Bahnhof von Sestri Levante kann man sich ein Cinque Terre-Tagesticket für den Zug kaufen, mit dem man alle fünf Dörfer (Monterosso, Vernazza, Corniglia, Manarola und Riomaggiore) erreicht. Wir haben uns dazu entschieden, einige Dörfer mit dem Zug und andere zu Fuß anzusteuern. Zwischen den Dörfern gibt es nämlich tolle Wanderwege.

Der erste Stopp war also Monterosso, von hier aus sind wir zu Fuß Richtung Vernazza gewandert (Gehzeit: ca. 90 Minuten). Dazu hält man sich vom Bahnhof aus einfach links und folgt der steigenden Straße entlang der Klippe. Der Weg führt nun immer weiter steil bergauf, an wunderschönen Weinhängen entlang und mit einem atemberaubenden Ausblick auf das Meer. Wenn der Weg wieder langsam bergab führt, kommt langsam das zweite Dorf Vernazza zum Vorschein.

Über zahlreiche Treppenstufen gelangt man schließlich zum Hafen, der von hübschen bunten Häusern umrahmt wird. Wir schlenderten ein wenig durch die verwinkelten Gassen und holten uns zur Stärkung Focaccia, welches wir am Hafen mit Blick auf das Meer genossen. An eine Abkühlung im Meer war hier leider nicht zu denken, da der kleine Strandabschnitt mehr als überfüllt war.

Von Vernazza aus sind wir wieder in den Zug bis zum nächsten Dorf Corniglia gestiegen. Corniglia ist das kleinste der fünf Dörfer und liegt anders als die anderen weiter oben über den Klippen. Vom Bahnhof aus ging es viele Treppenstufen hoch bis in den Ortskern, wo wir uns erneut in einem Kiosk mit Obst, Eis und Getränken stärkten und uns dann auf zur nächsten Wanderung Richtung Manarola machten.

Der Anstieg war sehr steil und vor allem bei den Temperaturen über 30 Grad eine Herausforderung. Fast eine Stunde lang ging es über schmale Wege und Natursteintreppen bergauf. Anschließend führte der Weg durch ein Waldstück, der endlich etwas Schatten spendete und schließlich durch riesige Weinterrassen, immer mit dem Blick über das weite Meer. Der Anblick war einzigartig! Nach ca. einer weiteren Stunde folgte der Abstieg nach Manarola. In Manarola angekommen ging es mit einem leckeren Eis auf die andere Seite der Bucht. Von der Erhöhung hat man einen tollen Blick auf das Dorf.

Für den letzten Ort – Riomaggiore – stiegen wir wieder in den Zug. Nach einem kurzen Aufenthalt ging es von hier dann zurück nach Sestri Levante und zum Campingplatz, wo wir den Abend ausklingen ließen.

Tag 4: Durch die Toskana Richtung Siena

Den nächsten Morgen starteten wir etwas entspannter und machten uns nach dem Frühstück auf den Weg nach Siena in die Toskana. Die Fahrt dauerte knapp 2,5 Stunden. Den Nachmittag verbrachten wir dann in der mittelalterlichen Stadt, schlenderten durch die verwinkelten Gassen und die verschiedenen historischen Bezirke (“Contrade”) der Stadt.

Das Highlight und den Mittelpunkt bietet der Piazza del Campo, der Hauptplatz der Stadt, mit dem beeindruckenden Palast “Palazzo Pubblico” und dem Turm “Torre del Mangia”. Hier reiht sich ein Restaurant an das nächste, wir haben uns aber – natürlich – für Pasta und Vino entschieden. Dabei kann man herrlich dem bunten Treiben auf dem Platz zuschauen.

Nach Sonnenuntergang machten wir uns schließlich auf den Weg zum nächsten Stellplatz an den Saturnia Thermalquellen. Die Fahrt dauerte knapp 2 weitere Stunden, wir konnten aber problemlos noch spät einchecken. Der Stellplatz ist sehr groß, verfügt über Sanitäranlagen, Duschen mit Münzeinwurf, einen Kiosk und einen Shuttleservice zu den Thermalquellen, welche nur 1 km entfernt liegen.

Tag 5: Thermalquellen von Saturnia

Die natürlichen Thermalquellen von Saturnia – genauer gesagt die Cascate del Mulino Thermalquelle – ist ein absolutes Highlight in der Toskana. Das heiße Wasser der Schwefelquellen fließt über kleine Wasserfälle in verschieden große natürliche Kalksteinbecken herunter.

Um besonders früh an den heißen Quellen zu sein und den Sonnenaufgang dort zu erleben, sind wir also extra am Vorabend angereist. Vom Campingplatz aus ging es dann noch vor Sonnenaufgang Richtung Quellen. Dies ist auch definitiv zu empfehlen, denn nach Sonnenaufgang wurde es schlagartig voll. Wir haben uns zu Fuß auf den Weg gemacht und auf den Shuttle Service verzichtet, man läuft ca. 15 Minuten und der Eintritt ist kostenlos.

Der Anblick der kleinen Mühle mit den angrenzenden Wasserfälle war wunderschön. Der Nebel stieg empor und die ersten Sonnenstrahlen bahnten sich ihren Weg durch die hohen Gräser neben den Quellen. Dazu die Stille, die nur durch das rauschende Wasser durchbrochen wurde. Es war einfach magisch und ein absolutes Highlight unserer Reise!

Glücklicherweise waren wir anfangs mit wenigen Anderen die einzigen an den Thermalquellen. Beste Voraussetzungen also, sich ausgiebig zu entspannen. Das angenehm warme Wasser hilft nicht nur bei der Entspannung, sondern soll auch eine heilende Wirkung auf Haut und Gelenke haben.

Gegen 9 Uhr, als der Ansturm so richtig los ging, haben wir uns auf den Rückweg zum Camper gemacht. Als wir schließlich abgereist sind und noch einmal an den Thermalquellen vorbeifuhren, war es so unglaublich überfüllt, dass man kaum noch einen freien Platz in den Becken sah. Umso glücklicher waren wir, dass wir bereits am frühen Morgen dort waren.

Campingplatz: Area Sosta Camper L’Alveare dei Pinzi

Unser Weg führte uns nun Richtung dem letzten Ort unseres Roadtrips durch Italien: die Insel Elba. Der Weg durch die Toskana war schon ein Highlight für sich. Diese Landschaft, Natur und die kleinen Häuser sind einfach einzigartig und es war genauso, wie ich mir die Toskana immer vorgestellt hatte.

Mit der Fähre setzten wir schließlich von Piombino rüber auf die Insel Elba und verbrachten den Nachmittag in der Hauptstadt Portoferraio. Wieder eine sehr schöne alte Stadt mit viel Charme. Neben dem großen beeindruckenden Yachthafen gibt es viele Geschäfte, Restaurants und Bars und, wie konnte es anders sein, super leckeres Eis.

Am Nachmittag ging es dann zum Campingplatz Orti di Mare, den wir bereits im Voraus gebucht hatten. Dieser liegt nur etwa 15 Minuten entfernt von Portoferraio und ist ein absoluter Traum!

Tag 6-8: Karibisches Flair auf der Insel Elba

Der Campingplatz Orti di Mare ist ein wunderschöner, natürlicher und ruhiger Campingplatz. Gelegen auf einem Hügel, von dem aus man aufs Meer blicken kann und umgeben von Feldern, Weinreben und Olivenhainen. Neben großzügigen Stellplätzen unter Pinienbäumen gibt es ein Hofladen-Café mit sehr gutem, gesundem Essen aus teilweise eigenem Anbau, frisch gebackenes Brot und selbstgemachtes Eis. In der angrenzenden Relaxzone konnte man mitten im Olivenhain in Hängematten entspannen und ein Buch lesen. Die Sanitäranlagen waren richtige Badezimmer, jedes ausgestattet mit Toilette, Waschbecken und Dusche.

Der Campingplatz liegt bei Lacona, direkt am Strand mit kristallklaren Meer. In dem Ort gibt es mehrere süße Restaurants und an ausgewählten Abenden einen tollen Flohmarkt. Alles ist fußläufig vom Campingplatz erreichbar. An diesem Ort verbrachten wir also ganz entspannt unsere letzten Tage in Italien – für uns ein wunderbarer Abschluss von unserem Urlaub in Italien.

Campingplatz: Orti di Mare

Fazit

Insgesamt war die Italien-Reise absolut gelungen. Italien ist so ein vielseitiges Land und somit in meinen Augen immer eine Reise wert! Es war unsere erste Reise nach Italien und wir waren wir extrem positiv überrascht und total beeindruckt von der Vielseitigkeit, der Natur, den freundlichen Leuten, der italienischen Küche und einfach dem entspannten und lockeren Leben dort. Kurz: La Dolce Vita hat uns absolut in seinen Bann gezogen.

Die Reisezeit von nur 8 Tagen war definitiv zu kurz, wir haben für uns aber das Beste aus der Zeit, die ins zur Verfügung stand rausgeholt. Ich würde euch jedoch dazu raten wenn möglich etwas mehr Zeit einzuplanen, um den Urlaub noch entspannter zu verbringen. Vor allem am Ende auf Elba hätten wir definitiv noch länger bleiben können. Für die anderen Orte reichte die Zeit für uns aber vollkommen aus.

Die Reise mit dem Camper war auf jeden Fall die beste Entscheidung, die Flexibilität und das Freiheitsgefühl sind einfach unbezahlbar.

Wenn ihr noch Fragen habt zu unserer Reise habt, schreibt mir gerne. Für weitere Einblicke schaut gerne meine Instagramstory dazu an.

Königssee & Hintersee

Berchtesgadener Land – Durch den Zauberwald zum Hintersee

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Während unseres Winterurlaubs im Salzburger Land haben wir einen Tagesausflug in die Region des Berchtesgadener Lands gemacht. Genauer gesagt haben wir uns den Königssee und den Hintersee angeschaut.

Der Königssee

Aussichtspunkt über den Königssee

Unser Plan war es, am Königssee das schöne Wetter zu nutzen, mit dem Boot bis zum Obersee zu fahren und dort ein bisschen wandern zu gehen. Leider wurde dieser Stopp aktuell nicht angesteuert, sodass wir uns dazu entschieden haben, einen kleinen Spaziergang zu einem Aussichtspunkt zu unternehmen. Beim nächsten Mal würden wir uns etwas mehr Zeit nehmen, denn es gibt noch viele weitere Wanderrouten am Königgsee.

Die Aussicht über den Königssee war wirklich gigantisch! Der riesige und weite See wird von hohen Bergen eingezäunt und der Anblick ist sehr beeindruckend. Wir werden sicher noch einmal für ein paar Tage wieder kommen und dann auch die Bootstour machen.

Der Zauberwald

Nur zwanzig Minuten weiter liegt der kleinere aber nicht weniger schöne Hintersee. Ganz im Gegenteil, ich fand den See sogar noch etwas bezaubernder und kam aus dem Staunen gar nicht heraus. Vom Parkplatz ging es zu Fuß über einen kleinen Rundweg durch den „Zauberwald“, der nach jeder Ecke einen neuen schönen Anblick bereit hielt. Ein türkisblauer Fluss schlängelt sich neben dem Weg entlang und die Natur war atemberaubend schön.

Der Hintersee

Am See angekommen hörte das Staunen nicht auf: Schneebedeckte Berge und Landschaft, blauer Himmel, Sonnenstrahlen und türkisfarbenes Wasser. Wir hatten an diesem Tag sehr viel Glück mit dem Wetter. Der Schnee rieselte ganz leise von den Bäumen und es war einfach wie im Traum.

Wir sind dann noch eine Weile gewandert, bis wir den See umrundet hatten. Auch hier kann man sicherlich noch länger Zeit verbringen und größere Wanderungen unternehmen. Für uns war es ein perfekter Tagesausflug!

Auf meinemInstagram-Account seht ihr im Story-Highlight „Winterurlaub“ noch weitere Eindrücke und Videos von unserer Auszeit.

Salzburger Land

Auszeit in den Bergen – Urlaub im Salzburger Land

Posted In: Travel

Das Jahr 2019 war super vollgepackt mit Höhen und Tiefen und hat sich angefühlt wie eine Achterbahn – kein Wunder, dass es immer mehr Fahrt aufgenommen hat und ich zwischendurch gar nicht mehr wusste, wo oben und unten ist. Zum Ende des Jahres war der Wunsch nach Entschleunigung dann umso größer. Einfach entspannen und nichts tun, mit Blick auf die Berge meinen Geburtstag im Schnee verbringen. Und diese Traumvorstellung konnten wir glücklicherweise in die Tat umsetzen.

Das Winterhotel

Nach kurzer Recherche bin ich auf ein Angebot des Travelcharme Bergresort in Werfenweng, Österreich gestoßen. Wir haben nicht lange überlegt und uns eine Woche Auszeit für Anfang Dezember gebucht. So ging die rund 7-stündige Fahrt los und der Moment, als wir zum ersten Mal die Berge und den Schnee erblickt haben, war wie immer magisch.

Auch das Hotel hat uns auf den ersten Blick toll gefallen, in der Eingangshalle beim Empfang hat der Kamin geknistert und alles war sehr gemütlich eingerichtet und weihnachtlich geschmückt – da war die Vorfreude auf Weihnachten vorprogrammiert. Außerdem hatten wir ein Zimmer mit Blick auf die Berge und auch der Wellnessbereich hat genau das geboten, wonach wir gesucht hatten: Wir haben viele Abende in der Sauna und im Außen- bzw. Whirlpool verbracht und uns auch die ein oder andere Massage gegönnt. Abends waren wir meist zum Essen und für einen Drink an der Bar. Der Aufenthalt war einfach rundum gelungen, sodass wir es uns richtig gutgehen lassen konnten.

Ausflug nach Hallstatt

Wer uns kennt weiß auch, dass es uns nicht leicht fällt, lange nichts zu tun und dass wir immer etwas Action und Abenteuer brauchen, weshalb wir neben einigen Wanderungen auch ein paar Tagesausflüge unternommen haben. Der erste Ausflug führte über wunderschöne verschneite Straßen in das wunderschöne Hallstatt, direkt am Ufer des Hallstätter Sees. Die Fahrt dauerte rund eine Stunde und geparkt haben wir am Parkplatz P1, von wo aus es nur ein kurzer Fußweg, am Ufer entlang, bis in den Ortskern war. Hallstatt ist ein sehr hübsches Dorf im alpinen Stil mit vielen schönen Häusern und süßen Läden und Cafés.

Wir sind durch den kompletten Ort geschlendert, haben in kleinen Läden gestöbert, uns den schönen Marktplatz angeschaut, haben von Stegen den Schwänen im Wasser zugeschaut und einfach die Aussicht auf den See mit den Bergen genossen. Geht man einmal komplett durch den Ort durch, kommt man zu einem schönen Aussichtspunkt, der zwar völlig überlaufen von Touristen war, die zuvor mit dem Bus angekommen waren, trotzdem einen traumhaft schönen Blick über den Ort, den See und die Berge geboten hat. Generell muss man sagen, dass der kleine Ort durch Instagram so gehyped wird, dass er wohl leider oft sehr überlaufen ist. Darauf haben vor allem Schilder, wie „Be quiet“ und „Drohnen verboten“ hingewiesen, die von Anwohnern an Zäunen angebracht wurden. Außerdem haben wir gelesen, dass man oft gar keinen Parkplatz mehr bekommt. Wir mussten einen guten Tag erwischt haben, denn wir hatten weder Probleme einen Parkplatz zu finden, noch war es – bis auf den berühmten Aussichtspunkt – besonders voll in der Stadt.

Geht man dann wieder zurück Richtung Ortskern, führen nach einigen Metern auf der rechten Seite Treppen ein wenig höher in den Ort, von dort aus hat man nochmal einen anderen schönen Blick über Hallstatt. Auf dem Rückweg sind wir noch in einem Restaurant eingekehrt und haben uns dann auf den Weg zurück ins Hotel gemacht. Der Ausflug nach Hallstatt hat sich wirklich gelohnt und auch die Fahrt war wegen der schönen Umgebung nicht eine Sekunde langweilig.

Christkindlmarkt in Salzburg

Auch ein Tag in Salzburg war ein absolutes Muss, vor allem weil gerade die Zeit des berühmten Christkindlmarktes war, den wir uns auf keinen Fall entgehen lassen wollten. Die Salzburger Altstadt hat mich wirklich in seinen Bann gezogen – alles war weihnachtlich geschmückt und die vielen kleinen Gassen und schönen Gebäude waren so schön anzuschauen.

Als Weihnachtsgeschenke wurden noch ein paar originale Mozartkugeln gekauft und als Stärkung haben wir uns eine „Bosna“ gegönnt – das ist eine speziell gewürzte Bratwurst im Weißbrot und uns wurde gesagt, dass diese im Balkan Grill Walter am besten schmeckt und wir können es wirklich nur empfehlen! Der Grill liegt recht versteckt in einer Gasse in der Altstadt und sieht ganz unscheinbar aus.

Das Highlight war natürlich der Christkindlmarkt, der im Gegensatz zu anderen Weihnachtsmärkten die wir kennen, sehr traditionell und mit viel Liebe zum Detail gestaltet ist. Eine absolute Empfehlung!

Der dritte Tagesausflug führte uns über die Grenze nach Bayern, genauer gesagt ins Berchtesgadener Land zum Königssee. Alles zu diesem Tag findet ihr in einem gesonderten Blogpost: Durch den Zauberwald zum Hintersee

Insgesamt war es eine super schöne Zeit und eine tolle Gelegenheit, das Jahr noch einmal Revue passieren zu lassen, zu entschleunigen und sich auf Weihnachten und das neue Jahr einzustellen. Ich kann es euch nur empfehlen, euch öfter auch selber etwas Gutes zu tun und euch Zeit zum Entspannen zu nehmen. Das wirkt manchmal wirklich wahre Wunder.

Auf meinemInstagram-Account seht ihr im Story-Highlight „Winterurlaub“ noch weitere Eindrücke und Videos von unserer Auszeit.

Zanzibar

Unsere Reise nach Sansibar (TEIL II)

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Sansibar eignet sich auf jeden Fall super dafür, einfach mal die Seele baumeln zu lassen und sich vom Alltag zu erholen. Vom Pool zum Snack an der Strandbar, eine Abkühlung im Meer und zurück auf die Liege unter den Palmen mit einer frischen Kokosnuss. Und das alles bei türkisem Meer, weißem Strand und Palmen wohin das Auge reicht. Trotzdem Sansibar hat noch viel mehr zu bieten als das! Was wir alles erlebt haben, erfahrt ihr in diesem Blogpost.

Hier geht es zu Teil 1 – Die Reisevorbereitung, unser Hotel, die Flugsuche, etc.

Einfach nur die Seele baumeln lassen klappt bei uns höchstens einen Tag ganz gut, danach juckt es uns in den Fingern und wir wollen ganz viel erleben! Wie in Teil 1 schon erwähnt, lässt sich Sansibar leider nicht besonders gut auf eigene Faust erkunden, was wir eigentlich auf unseren Reisen bevorzugen. Allerdings hatten wir einen tollen Guide, mit dem wir tolle Tagesausflüge unternehmen konnten. Das einzige was in der näheren Umgebung unseres Hotels möglich war, waren Strandspaziergänge und Fahrradtouren.

Fahrradfahren am Strand

An unserer Rezeption konnte man für nur 5$ Fahrräder mieten, womit wir uns auf den Weg von Bwejuu nach Paje Beach machten. Gemütlich ging es direkt am Meer entlang über den weißen Sandstrand. Dank der Ebbe war der Sand relativ fest und konnte somit gut befahren werden. Ein Traum in dieser Kulisse! Am Strand von Paje kann man sich super in eine Strandbar setzen und den Kitern und Surfern zuschauen und dabei einen Milchshake oder einen Burger genießen oder natürlich sich selber aufs Surfbrett schwingen. Herrlich.

Kuscheln mit Riesenschildkröten

Jaaa ihr lest richtig! Am Vormittag ging es zu einem Ausflug nach Prison Island. Dazu fuhren wir mit unserem Guide zunächst in die Hauptstadt Sansibars, nach Stone Town. Von dort aus sind wir mit einem kleinen Boot zur Insel übergesetzt. Hier durften wir die beeindruckenden Riesenschildkröten beobachten, füttern und streicheln. Ein wirklich tolles Erlebnis, wenn man die Schildkröten mit Respekt und Ruhe behandelt.

Auch der Rest von Prison Island war wirklich beeindruckend schön. Neben einem alten Gefängnis, was jedoch im Endeffekt nie wirklich als Gefängnis genutzt wurde, konnte man gar nicht genug bekommen vom Anblick des türkisen Meers.

Anschließend folgte die Besichtigung von Stone Town, wo wir viele alte Gebäude aus Korallenkalkstein bestaunen und einheimische Köstlichkeiten probieren durften.

Ein Tag auf dem Meer

Mit dem Boot fuhren wir zusammen mit einem anderen Paar und Einheimischen, die uns mit afrikanischen Liedern unterhielten, zu verschiedenen Inseln und zu einer traumhaft schönen, weißen Sandbank mitten im Meer – welche man nur bei Ebbe zu Gesicht bekommt und wirklich ein ganz besonderer Anblick war. Leider war es dort nur sehr überlaufen, da viele Touristenboote gleichzeitig dort Halt machen. Nach ein paar Schnorchelgängen auf dem offenen Meer und frischem Seafood ging es Abends dann zurück zum Hotel, um den Abend in der Hotelbar am Meer noch ausklingen zu lassen.

Schwimmen mit Wasserschildkröten

Einer der grandiosesten Tage: Wir haben einen Ausflug in den Norden der Insel gemacht, um dort zu schwimmen. Und zwar mit Meeresschildkröten! Ein unvergleichliches und einmaliges Erlebnis.

Dafür ging es zum Nungwi Natural Aquarium, das viel mehr eine natürliche Lagune als ein Aquarium ist. In der Lagune befinden sich sowohl junge als auch ältere Schildkröten, die gefunden wurden oder im Fischernetz verfangen waren, um sie dort großzuziehen oder aufzupäppeln, bis sie wieder bereit für die Freiheit sind und zurück in die Natur entlassen werden können.

Wir hatten die Lagune ganz für uns alleine, konnten zu den Schildkröten ins Wasser steigen und sie dort ganz in Ruhe beobachten und füttern. Mit einem Eintritt von nur 5$ kann man das Projekt unterstützen und die Arbeitsplätze sichern.

Am Nachmittag fanden wir uns am paradiesischen Kendwa Beach wieder, um zu relaxen und in einer der Strandbars etwas zu essen. Schneeweißer Sand und kristallklares Wasser – ein Traum! Da hat es nicht mal gestört, dass ein paar Regentropfen fielen.

Ein Restaurant mitten im Meer

Unseren letzten Urlaubstag wollten wir entspannt, aber trotzdem besonders ausklingen lassen. Also machten wir uns auf den Weg zum Restaurant “The Rock”. Wie der Name schon erahnen lässt, befindet sich das kleine, charmante Restaurant auf einem Felsen, und zwar mitten im Meer! Bei Ebbe konnten wir einfach hinlaufen, doch bei Flut wird man mit einem kleinen Boot hingebracht. Den wunderbaren Ausblick von der Terrasse haben wir mit leckerem Seafood und einem Gläschen Wein genossen – der perfekte Abschluss des Urlaubs!

Achtung: Hier solltet ihr unbedingt vorher im Internet oder über eure Hotelrezeption reservieren lassen.

Alles in allem war Sansibar ein sehr paradiesischer Urlaub mit vielen tollen Eindrücken und Abenteuern. Wir werden definitiv irgendwann noch ein zweites Mal dorthin fliegen und mehr von der Insel erkunden.

Habt ihr noch Fragen? Stellt sie mir gerne hier, per Mail oder auf Instagram (@miricujaa).

Zanzibar

Unsere Reise nach Sansibar (TEIL I)

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Im September 2016 ging es für uns zum ersten Mal nach Afrika. Genauer gesagt nach Tansania im Osten Afrikas. Um ganz genau zu sein nach Sansibar, eine paradiesische Insel vor der ostafrikanischen Küste. Perfekte Voraussetzung für ein großartiges Abenteuer. Was man in nur einer Woche dort alles erleben kann, erfahrt ihr hier.


Die Reisevorbereitung

Der erste Schritt für unsere Reisevorbereitung war es, die Insel erst einmal besser kennenzulernen. Welche Ecken sind besonders schön? Wo sind die Hotels teuer, wo günstiger? Was ist zu beachten? Wie lange fliegt man? Lohnt sich die weite Reise für nur eine Woche? Wie sind die Bewertungen im Internet? Wann ist die beste Reisezeit? Nach genügend Recherche und Wälzen des Reiseführers hatte ich einen guten Überblick und konnte nach passenden Hotels und Flügen suchen.

Tipp: Suche auf Instagram nach den Orten und Hashtags zu deinem Reiseziel, um Bilder von anderen Personen zu finden, die bereits genau am gleichen Ort waren und dir ehrliche Tipps geben können. Viele sind sehr hilfsbereit und beantworten gerne eure Fragen nach ihren Erfahrungen und Empfehlungen für den Urlaubsort.

Für uns stand auch schnell fest, dass wir die weite Reise für eine Woche auf uns nehmen. Schließlich ist die Zeitverschiebung von nur einer Stunde kaum erwähnenswert, sodass wir nicht mit einem Jetlag rechnen mussten. Und die Chance für sieben ganze Tage im Paradies zu sein, wollten wir uns nicht entgehen lassen. Soviel vorab: Wir haben es im Nachhinein auch keinesfalls bereut und würden immer wieder für eine Woche dorthin fliegen! Auch wenn natürlich 10-14 Tage optimaler wären.

Die Flugsuche

Bei den Flügen habe ich etwas länger gesucht und habe auch fast schon aufgegeben, etwas passendes und bezahlbares zu finden, bis ich auf die Direktflüge von Condor gestoßen bin. Mehr als 11 Stunden Flug hätten sich für eine Woche eher weniger gelohnt. Donnerstags und Montags ist Condor z.B. von Frankfurt direkt nach Sansibar geflogen, Dienstags und Freitags zurück. Allerdings muss man dazu sagen, dass man einen kurzen Zwischenstopp in Mombasa auf dem afrikanischen Festland macht, bevor es im gleichen Flieger rüber auf die Insel geht. Das war aber kein Problem. Der gesamte Flug war sehr angenehm, das Essen war gut und auch das Entertainment Angebot an Board war super. So ging der Flug super schnell rum.

Das Hotel

Auf Sansibar ist es so, dass Ebbe und Flut an den meisten Stränden der Insel sehr ausgeprägt sind. Das liegt daran, dass die Küsten besonders flach sind, sodass sich bei Ebbe das Meer ganz schön weit zurückzieht. Den entspanntesten Badeurlaub kann man daher im Norden an den Stränden von Kendwa und Nungwi machen – die Küste fällt hier steiler ab und somit ist die Ebbe nicht so sehr ausgeprägt. Auch das Meer ist hier am klarsten und ganz besonders türkis. Aus diesen Gründen sind die meisten und schönsten, aber gleichzeitig auch teuersten Hotels im Norden der Insel. Uns persönlich haben die ausgeprägten Gezeiten nicht zu sehr gestört, weshalb wir uns auch außerhalb des Nordens nach schönen und vor allem günstigeren Hotels umgeschaut haben.

Ebbe im Osten von Zanzibar

Wir haben uns schließlich für das Sahari Zanzibar in Bwejuu im Osten der Insel entschieden, und wurden nicht enttäuscht. Sowohl das Hotel als auch der Strand waren traumhaft schön und das Personal ganz besonders freundlich!

Hotel Sahari Zanzibar

Die Hotelanlage war klein und familiär. Es war afrikanisch, super liebevoll und detailverliebt eingerichtet und gepflegt, was genau den Charme ausgemacht hat. Unser Zimmer bestand aus einem kleinen Badezimmer mit Dusche, einem Schlafraum mit Himmelbett und Moskitonetz, einem Schrank, einem Schreibtisch und einem kleinen Balkon mit Meerblick. Es gab zudem einen Pool und eine Strandbar/Restaurant, woran direkt der traumhafte Strand und das Meer angrenzte. Man hatte das Meer also direkt vor der Haustür und konnte beim Essen den Wellen lauschen.

Das Frühstück war inklusive, es gab jeden Morgen einen frischen Obstteller und einen frisch gepressten Saft und konnte sich dann aus der Karte verschiedene Frühstücksgerichte auswählen. Von Rührei über Joghurt und Müsli bis English Breakfast war alles dabei. Mittags und Abends konnte man sich nach Lust und Laune etwas im Restaurant bestellen. Sehr zu empfehlen: Die Pizza aus dem Steinofen direkt neben dem Pool.

Die Umgebung & Sicherheit

Man sollte sich schon vor der Reise darüber im Klaren sein, dass viele der Einwohner sehr arm sind und weite Teile der Insel kaum erschlossen sind. An vielen Orten Sansibars gibt es kaum Möglichkeiten einzukaufen, einen Stadtbummel zu machen oder einen Kaffee trinken zu gehen – ganz einfach aus dem Grund, dass es in den meisten Regionen keine Geschäfte oder Cafés gibt. Man ist in manchen Teilen also sehr abgeschottet und es bleibt einem nur das eigene oder die Restaurants der umliegenden Resorts, um etwas essen oder trinken zu gehen. Auch würde ich nicht empfehlen, ein Auto oder Motorrad zu mieten und die Insel auf eigene Faust zu erkunden, da die Straßen so gut wie nicht ausgebaut sind. Autobahnen oder gut ausgebaute Landstraßen gab es nicht und die Wege sind hauptsächlich Schotter- oder Sandwege mit großen Schlaglöchern. Unternehmt lieber geführte Touren oder erkundet die nähere Umgebung mit dem Fahrrad.

Wir wurden zudem vom Personal gebeten, uns nicht nach Einbruch der Dunkelheit außerhalb des Hotels aufzuhalten. Hier lohnt sich auch noch einmal einen Blick in die Hinweise zur Kriminalität vom Auswärtigen Amt zu werfen. Schlechte Erfahrungen haben wir zum Glück nicht gemacht und wir haben die Einheimischen stets als sehr herzliche und hilfsbereite Menschen kennengelernt.

Impfungen

Bei der direkten Einreise aus Deutschland nach Sansibar sind keine Pflichtimpfungen erforderlich. Anders sieht es aus, wenn ihr die Reise nach Sansibar mit einer Safari oder ähnliches verbindet und ihr euch somit zuvor in einem Gelbfiebergebiet aufhaltet. Hier lohnt sich ein Blick in die medizinischen Hinweise des Auswärtigen Amtes. Nach Absprache mit unserer Ärztin haben wir uns für die Twinrix Impfung entschieden, diese beinhaltet die Impfstoffe gegen Hepatits A und Hepatits B.

Währung

Als offizielle Währung in Sansibar gilt der Tansania-Schilling. Inoffiziell wird aber auch nahezu überall der US-Dollar akzeptiert. Auf den Preisschildern und Speisekarten waren sehr häufig beide Währung angegeben. Auch wenn der Wechselkurs oft schlechter ist, haben wir uns dafür entschieden, nur Dollar mitzunehmen. Man sollte auch unbedingt genug Bargeld mitnehmen, da es auf der ganzen Insel gefühlt nur einen Geldautomaten gab, und zwar am Flughafen. Dieser soll angeblich auch häufig eine Störung haben, weshalb man aufs Bargeld angewiesen ist. Im Hotel konnten wir unsere Endabrechnung mit Kreditkarte begleichen. Hier ist es aber auch empfehlenswert, wie eigentlich immer, dass man zwei verschiedene Kreditkarten dabei hat.

Visum

Für die Einreise braucht man ein Visum. Wir konnten es direkt am Flughafen von Sansibar bekommen und bezahlen, es hat 50$ pro Person gekostet.

Solltet ihr noch Fragen haben zu unserer Sansibar Reise haben, hinterlasst gern einen Kommentar. Was genau wir auf Sansibar dann unternommen haben, erfahrt ihr im 2. Teil – dazu einfach hier klicken.

[Dieser Beitrag in keiner Weise gesponsert oder beauftragt und enthält nur meine persönlichen Erfahrungen und Empfehlungen.]